Das Einweihungsband für die Steinemaschine und den Unterstand wird durchschnitten.

Einweihungsfest in Bely – ein gemeinsames Projekt wird Wirklichkeit

Am 3. Juni 2026 gab es in Bely einen besonderen Grund zum Feiern: Mit einem großen Fest weihte die Dorfgemeinschaft das zweite Schulgebäude sowie die neue Steinemaschine ein. Eingeladen waren die Schulkinder mit ihren Eltern, die Bewohnerinnen und Bewohner der Umgebung sowie zahlreiche Gäste und Ehrengäste.

Die Vorbereitungen hatten bereits am Vortag begonnen. Bis tief in die Nacht wurde gekocht, damit am Festtag genügend Essen für die vielen Besucher bereitstand. Nach der Ankunft der Ehrengäste begann die Feier mit Trommelrhythmen und Tanz – ein lebendiger und herzlicher Auftakt für einen Tag, der für die Menschen in Bely von großer Bedeutung war.

In den anschließenden Ansprachen wurde besonders die gute Zusammenarbeit zwischen der Dorfgemeinschaft, dem Rotary Club Xanten und „Wasser ohne Grenzen“ hervorgehoben. Großer Dank galt zugleich den verschiedenen Förderern, allen voran dem deutschen Staat, vertreten durch die Stiftung Nord-Süd-Brücke. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was entstehen kann, wenn lokales Engagement und internationale Unterstützung verlässlich zusammenwirken.

Mit dem Durchschneiden des Bandes durch den Bürgermeister wurde das neue Schulgebäude schließlich offiziell seiner Bestimmung übergeben. Unter der Führung von Mamadou Diouma Bah, Präsident der UJDB und direkter Ansprechpartner für die Umsetzung des Projekts in Bely, besichtigten die Gäste zunächst den neuen Klassenraum und anschließend die neu eingerichtete Nähstube.

Gerade die Nähstube erweitert die Perspektiven der jungen Menschen: Schülerinnen und Schüler können hier parallel zum Schulbesuch und nach ihrem Schulabschluss das Schneiderhandwerk erlernen. Damit verbindet das Projekt schulische Bildung ganz konkret mit beruflicher Qualifizierung und der Chance, später ein eigenes Einkommen zu erzielen.

Anschließend zog die Festgesellschaft weiter zum Unterstand der neuen Steinemaschine. Auch dort wurde feierlich ein Band durchschnitten. Bei einer Vorführung konnten die Gäste unmittelbar miterleben, wie mit der Maschine gleichmäßige Steine hergestellt werden. Sie schafft damit eine wichtige Voraussetzung für weitere Bauvorhaben vor Ort und eröffnet zugleich neue Möglichkeiten für Beschäftigung und wirtschaftliche Eigenständigkeit.

Nach den offiziellen Programmpunkten nahmen die Gäste an den vorbereiteten Tischen Platz. Bei gemeinsamem Essen, vielen Gesprächen, spielenden Kindern und immer wieder erklingenden Trommelrhythmen klang das große Einweihungsfest langsam aus.

Der 3. Juni war damit weit mehr als die Einweihung zweier neuer Einrichtungen. Das Fest machte sichtbar, was die Zusammenarbeit in Bely bewirken kann: Bildung ermöglichen, berufliche Perspektiven eröffnen und die Menschen vor Ort dabei unterstützen, ihre weitere Entwicklung zunehmend aus eigener Kraft zu gestalten.

A.B.

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